Ein volles Krügerl Engerlinge sammelt er - der Wiedehopf - an einem Tag,
an jedem Tag während der Brutsaison. Ein wertvolles Krügerl, das den Wein- garten von Schädlingen wie Engerlingen, Schnecken, Spinnen, Asseln, Maikäfern u.v.m. befreit und die Aufzucht der Jungen sichert.
Weinbauern die ihre Reben naturnah bewirtschaften, preisen den Wiedehopf

als einen ihrer besten Arbeiter.

Um seine Bestände langfristig zu schützen und eine erfolgreiche Rückkehr

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d e r   W i e d e h o p f

U p u p a   e p o p s

aus den Winterquartieren zu ermöglichen gilt es zudem, verbleibende Streuobstbestände, Feldgehölze und Alt- holzbestände (vor allem Kirschbäume und Eichen) mit Brutmöglichkeiten sowie Brachflächen zu fördern und zu erhalten. Eine Anleitung zum Bau eines Nistkastens und weitere Infos findet man unter www.hoopoe.world.
Der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sollte im Brutgebiet eingeschränkt werden, um ein ausreichendes Nahrungsangebot sicherzustellen, damit auch kommende Generationen den unvergleichlichen 'hoop hoop hoop' Ruf dieses einzigartigen Vogels hören können. Seine schwarzweiße Gefiederzeichnung, die aufstellbare Federhaube und der schmetterlingshafte Flug machen ihn aber auch optisch gut bestimmbar.

Das Gebiet um den Neusiedler See beherbergt eines der wichtigsten Brutgebiete des Wiedehopfs in Österreich, denn rund 10 % des österreichischen Bestandes kommen hier vor.

Zudem besitzt er ein ausgesprochen interessantes Feindverhalten. Dazu nutzt der Wiedehopf sein kontrast-reiches Gefieder. Ist die Flucht vor einem Greifvogel nicht mehr möglich, so nimmt er eine Tarnstellung ein.

Mit gespreizten Flügeln und Schwanz liegt der Vogel flach auf dem Boden, der Hals und der Schnabel sind steil nach oben gerichtet. Das Gefieder wirkt Körperkontur auflösend, das Individuum wird durch das regungslose Verweilen meistens übersehen.

Im ägyptischen Volksglauben galt der Wiedehopf als einziger Vogel (und Tier), der die Liebe der Eltern zurück gibt. Er kümmert sich fürsorglich um die Eltern, wenn sie alt geworden sind. Deshalb kann man ihn als Symbol der Dankbarkeit deuten.

Text und Bilder: Sabine König, Obfrau

Verein Initiative Welterbe Fertö-Neusiedler See

 

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